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Ausstellung "Ohne Angst verschieden sein ..." - Startseite

Zur Arbeit in den Jahrgangsstufen

Die Unterrichtsvorschläge und Materialien sind geeignet für den Unterricht im Jahrgang 5/6, 7/8 sowie 9/10.   Manchmal lässt sich die Zuordnung zu einer Altersstufe nicht trennscharf vornehmen. Wir empfehlen daher, auch bei den Materialien und Arbeitsvorschlägen eine Auswahl zu treffen entsprechend den Fragestellungen und Interessen der jeweiligen Lerngruppe und dem Zeitbedarf.

Schuljahr 5/6

Stationen zum Erleben von Behinderung im Alltag. Schüler/innen erfahren mit praktischen Übungen buchstäblich am eigenen Leib, wie körperliche Einschränkungen und geschwächte sinnliche Wahrnehmung alltägliche Lebensvollzüge erschweren. Sie erproben und reflektieren ihre Beobachtungen, entwickeln Ideen und erarbeiten Vorschläge, wie Barrieren begrenzt werden können. Sie können ihre Erkenntnisse anwenden auf die Situation an ihrer Schule.

Schuljahr 7/8:

Behindert und ausgegrenzt! Wie Menschen mit Handicap ihre Ausgrenzung erleben.

Am Beispiel von Menschen mit Down-Syndrom erarbeiten die Schüler/innen, um welche Art von Einschränkung es sich dabei handelt, wie Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom das erleben, wie die Betroffenen selbst ihre Ausgrenzung empfinden. Sie setzen sich mit Forderungen von Behindertenverbänden zum Abbau von Barrieren auseinander und erörtern die Frage, ob man sich Gott als einen behinderten Gott vorstellen kann. In dieser Unterrichtssequenz treten in Bildern und Texten Menschen mit Down-Syndrom in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Reflexion.

Schuljahr 7/8:

Alle Kinder sollen Regelschulen besuchen. Wie die Teilhabe an schulischer Bildung erschwert ist.  Ausgehend vom Fall eines Kindes mit einer komplexen Körperbehinderung, das in die Grundschule im Wohngebiet gehen möchte, setzen sich die Schüler/innen mit den alltäglichen, institutionellen, materiellen Behinderungen auseinander, die eine integrative und inklusive Beschulung erschweren. Im Rollenspiel erarbeiten sie, welche unterschiedlichen Interessen, Kompetenzen und Bedingungen für eine gemeinsame Schule für alle Kinder zu bedenken sind.  Dass sich zurzeit noch Kinder an das bestehende Schulsystem anpassen müssen und nicht umgekehrt, kann dabei deutlich werden.

Schuljahr 9/10:

Selbstbestimmt leben mit geistiger Behinderung. In dieser Unterrichtssequenz erarbeiten die Schüler den Wechsel von einer Fürsorge-Perspektive zu einer Rechte-Perspektive. Am Beispiel von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung wird der Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben, das nach Bedarf unterstützt wird zum Motiv für gesellschaftliche Veränderungen. Schüler/innen können erkennen, wie stark noch immer das Prinzip von Selektion und Separation im Bildungsbereich gilt.

Schuljahr 9/10:

Verbieten oder erlauben? Urteilsbildung am Beispiel Präimplantationsdiagnostik PID

Ob wir alles tun dürfen, was medizintechnisch möglich ist, welche Gründe für die Zulassung oder für ein Verbot der PID sprechen, und welche ethisch-moralischen Maßstäbe bzw. Orientierungen eine Rolle spielen können, das wird in dieser Unterrichtssequenz thematisiert.

Weiterführende Vorschläge für Erkundungen und eigenständige Weiterarbeit werden als Tipps eingefügt. Hinweise auf Materialien (Bücher, Filme, Internetadressen, Medien) werden im Anhang aufgeführt.




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