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Ausstellung "Ohne Angst verschieden sein ..." - Startseite

Wofür diese Handreichung gedacht ist

Die Ausstellung spricht viele verschiedene Aspekte des Themenfeldes „Behinderung“ an. Ein Besuch der Ausstellung kann die Wahrnehmung der Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen und die Sensibilisierung für eigene (ambivalente) Haltungen voraussichtlich bei jugendlichen Besuchern und Besucherinnen nur anreißen. Auch die Information über Zwangssterilisationen und Ermordung von behinderten Menschen im Nationalsozialismus wird oberflächlich bleiben.

Für einen nachhaltigen Effekt sollte der Besuch einerseits vorbereitet werden. So kann die Aufmerksamkeit der Schüler/innen auf bestimmte Fragen und Aspekten gelenkt werden. Andererseits ist eine Nachbereitung anhand von ausgewählten und ergänzenden Materialien zu empfehlen, damit den Fragen nachgegangen, Einsichten vertieft, Einstellungen reflektiert und ggfs. verändert und Optionen für neue Handlungsmöglichkeiten gewonnen werden können.
Die Materialien sind als Vorschläge für den Unterricht in den Fächern Ethik/ Werte und Normen, Religion, Politik/Gesellschaft, Geschichte gedacht sowie für fächerverbindende Vorhaben und Projekte, in denen das Zusammenleben und –lernen mit behinderten Menschen handlungspraktisch relevant wird.

Die direkte Begegnung mit behinderten Menschen (und deren Assistenten) ist am besten geeignet, Beziehungen zu stiften,  Fremdheit zu überwinden und Erfahrungen mit Aus- bzw. Eingrenzung im Gespräch und Dialog zu machen. Die Einstellungen Behinderten gegenüber werden vor allem durch aufmerksam wahrnehmende direkte Begegnung beeinflusst. Wo es möglich ist –  das hat sich in vielen Schulen als wichtig und lernwirksam erwiesen - sollte Kontakt aufgenommen werden, beispielsweise zu psychiatrischen Wohngruppen, Integrativen Kindertagesstätten, Vertretern von Behindertenverbänden, Lebenshilfe, Einrichtung der Diakonie bzw. Caritas, um direkte Begegnungen zu ermöglichen mit Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise anders sind. Weil das – gerade in Zweistundenfächern –nicht einfach und kurzzeitig zu organisieren ist, werden in den unterrichtlichen Vorschlägen stellvertretende Formen der Begegnung und Auseinandersetzung herangezogen. Authentische Äußerungen von Betroffenen sollen so oft wie möglich in den Mittelpunkt gestellt werden. 




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